Reden ist Silber, sich verstehen ist Gold.

Einen Antrag zu spät ein­zu­rei­chen, soll­te nicht pas­sie­ren, pas­siert aber lei­der doch mal und ist aus vie­ler­lei Grün­den ärger­lich. Wenn dann auch noch ein Unfall pas­siert und der Kun­de ohne Ver­si­che­rungs­schutz dasteht, gibt es zum Glück die VSH, die ein­sprin­gen kann. Aber nur, wenn auch ein VSH-Scha­den vor­liegt …

Wer zu spät eindeckt, den bestraft das Leben – der Sachverhalt

Ein Mak­ler unter­stütz­te sei­ne Kun­din beim Wech­sel ihrer Kfz-Ver­si­che­rung. Der bestehen­de Ver­trag bei Ver­si­che­rer A wur­de zum 12. Okto­ber 2021 gekün­digt und der Anschluss­ver­trag bei Ver­si­che­rer B soll­te tag­gleich begin­nen. Der Antrag erreich­te den neu­en Ver­si­che­rer aller­dings erst am 28. Novem­ber 2021 – sechs Wochen zu spät!

In die­ser Lücke ereig­ne­te sich am 21. Okto­ber 2021 dann lei­der ein Ver­kehrs­un­fall mit dem Fahr­zeug der Kun­din. Ver­si­che­rer A war dem geschä­dig­ten Drit­ten gegen­über gemäß § 117 VVG ein­stands­pflich­tig und regu­lier­te den Scha­den.

Im Sep­tem­ber 2022 kün­dig­te Ver­si­che­rer A der Kun­din schrift­lich an, den gezahl­ten Ent­schä­di­gungs­be­trag von 19.000 Euro gemäß § 116 VVG bei ihr zu regres­sie­ren. Dar­auf­hin mel­de­te der Mak­ler den Fall unse­rer Scha­den­ab­tei­lung – zunächst mit nichts wei­ter als der Regres­s­an­kün­di­gung.

Was wir brauchen, kommt nicht; was wir bekommen, reicht nicht – die Deckungsebene

Wir stie­gen in die Scha­den­be­glei­tung ein und for­der­ten beim Mak­ler eine Rei­he von Unter­la­gen an, die der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer zur Prü­fung benö­tigt: eine eigen­ver­ant­wort­li­che Stel­lung­nah­me zur ver­spä­te­ten Neu­ein­de­ckung, Unter­la­gen zum Scha­den und zur Scha­den­be­rech­nung sowie den Nach­weis, dass der Regress tat­säch­lich voll­zo­gen wur­de.

Aber: Die Unter­la­gen kamen nicht!

Erst im Janu­ar 2023 mel­de­te sich der Mak­ler wie­der, über­mit­tel­te aber ledig­lich eine kon­kre­te Zah­lungs­auf­for­de­rung von Ver­si­che­rer A an sei­ne Kun­din. Wei­te­re not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen blie­ben trotz wie­der­hol­ter Nach­fra­gen aus. Der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer wies aus­drück­lich dar­auf hin, dass ohne die feh­len­den Nach­wei­se kei­ne sach­ge­rech­te Regu­lie­rung mög­lich sei und allen­falls eine ein­ma­li­ge Abgel­tung von 5.000 Euro gezahlt wer­den kön­ne. Auch das änder­te nichts.

Neu­en Schwung brach­te erst der August 2024, als ein vom Mak­ler beauf­trag­ter Rechts­an­walt sowohl für den Ver­si­che­rer als auch für uns völ­lig über­ra­schend anfrag­te, war­um der Scha­den noch immer nicht regu­liert wor­den sei.

Der Lei­ter unse­rer Scha­den­ab­tei­lung führ­te dar­auf­hin ein offe­nes und direk­tes Gespräch mit dem Mak­ler über die­sen in jeder Hin­sicht über­flüs­si­gen Schritt. Der Mak­ler zeig­te Ein­sicht und über­mit­tel­te kurz dar­auf die Unter­la­gen, die seit zwei Jah­ren ange­for­dert wor­den waren und mitt­ler­wei­le in Form eines Belegs über die Zah­lung der Regress­for­de­rung durch die Kun­din des Mak­lers auch vor­la­gen. Der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer regu­lier­te den Scha­den nach Prü­fung der Unter­la­gen unver­züg­lich.

Manchmal ist nicht der Schaden das Problem – das Fazit

Die­ser Fall war lös­bar – und zwar von Anfang an. Was ihn in die Län­ge zog, war kei­ne kom­pli­zier­te Rechts­fra­ge, son­dern aus­blei­ben­de Kom­mu­ni­ka­ti­on und kon­tra­pro­duk­ti­ve Hand­lun­gen.

Wenn uns ein Scha­den­fall gemel­det wird und wir Unter­la­gen anfor­dern, dann des­halb, weil der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer genau die­se Unter­la­gen benö­tigt – nicht mehr, nicht weni­ger. Je frü­her die­se vor­lie­gen, des­to schnel­ler kann auf die Ver­si­che­rungs­leis­tung hin­ge­ar­bei­tet wer­den.

Alles, was es braucht, ist, dass man auf unse­re erfah­re­ne und fach­kun­di­ge Scha­den­ab­tei­lung ver­traut und mit ihr im Aus­tausch bleibt.
 
 
 

Über die Hans John Versicherungsmakler GmbH

Die Hans John Ver­si­che­rungs­mak­ler GmbH aus Ham­burg bie­tet mit einem Kom­pe­tenz­team u. a. aus Voll­ju­ris­ten und Ver­si­che­rungs­kauf­leu­ten einen Voll­ser­vice in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht an – inklu­si­ve umfas­sen­der Betreu­ung im Scha­dens­fall. Die Hans John Ver­si­che­rungs­mak­ler GmbH ist seit Jah­ren einer der Markt­füh­rer in ihrem Seg­ment.
 

Ansprechpartner zu dieser Meldung


Ass. jur. Dr. Oli­ver Fröh­lich, LL.M.
schaden@haftpflichtexperten.de