Hinterm Horizont … wird’s teuer!

Udo Lin­den­berg singt, dass es dort wei­ter­geht – aber wenn’s schlecht läuft, geht es dort auch ins Geld. Schon ein klei­ner Feh­ler kann rich­tig teu­er wer­den, wenn bei Ein­de­ckung einer Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung etwas schief­läuft.

Ein Kunde mit speziellen Reiseplänen – der Sachverhalt

Ein neu­er Kun­de kam als soge­nann­te Lauf­kund­schaft spon­tan in das Büro eines Ver­si­che­rungs­mak­lers. Er frag­te nach einer Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung für einen ein­jäh­ri­gen Aus­lands­auf­ent­halt, da er Work & Tra­vel in Neu­see­land sowie einen vor­he­ri­gen Kurz­ur­laub in Laos machen woll­te. Als Stu­dent woll­te er umfas­sen­den, aber mög­lichst nicht all­zu teu­ren Schutz erhal­ten.

Um die Kos­ten nied­rig zu hal­ten, berei­te­te der Mak­ler zwei sepa­ra­te Anträ­ge vor: einen für den Kurz­auf­ent­halt in Laos und einen für die län­ge­re Rei­se nach Neu­see­land. Der Kun­de unter­schrieb den Antrag für Laos und mach­te sich auf die Rei­se. Der Antrag für Neu­see­land wur­de zu einem spä­te­ren Zeit­punkt vom Mak­ler bean­tragt und ein­ge­deckt.

Eini­ge Mona­te spä­ter mel­de­te sich der Kun­de aus Neu­see­land mit der Hiobs­bot­schaft, dass er auf­grund von Nie­ren­stei­nen vor Ort ope­riert wer­den muss­te. Die Kos­ten belie­fen sich auf 26.000 Euro für not­wen­di­ge Flug­trans­por­te, Behand­lun­gen und vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men für die OP. Der Mak­ler mel­de­te dies der Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung, die den Scha­den auf­grund der drin­gen­den Eil­be­dürf­tig­keit unver­züg­lich bear­bei­tet.

In der Fol­ge lehn­te sie die Kos­ten­über­nah­me jedoch ab, da sie abge­schlos­sen wur­de, als der Kun­de sich bereits im Aus­land befand. Die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen ver­lang­ten jedoch, dass der Ver­si­che­rungs­be­ginn noch vor der Abrei­se aus Deutsch­land lag. So blieb der ver­är­ger­te Kun­de auf den Kos­ten sit­zen und for­der­te die hohe Sum­me nun vom Mak­ler.

Eindeutig und klar – die Deckungsebene

Die Sach­la­ge war nach unse­rer Auf­ar­bei­tung der erfor­der­li­chen Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen klar: Der Mak­ler hat­te es ver­säumt, den rich­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz zu ver­mit­teln. Zugleich war ein Mit­ver­schul­den des Kun­den aus­zu­schlie­ßen, da er sei­nen Bera­tungs­wunsch klar geäu­ßert hat­te. Unser Fokus lag daher auf einer zeit­na­hen Scha­den­be­ar­bei­tung durch den Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer.

Nach der Scha­den­mel­dung sprach unse­re Scha­den­ab­tei­lung in einem kur­zen, kol­le­gia­len Tele­fo­nat mit dem zustän­di­gen Sach­be­ar­bei­ter bei der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Die­ser folg­te unse­rer Auf­fas­sung, so dass der Scha­den zeit­nah zur Zah­lung ange­wie­sen wur­de.

Hinterm Horizont geht’s doch weiter – das Fazit

Wenn Mak­ler Scha­den­mel­dun­gen der­art ein­deu­tig schil­dern und die Scha­den­hö­he durch die Kun­den so ein­deu­tig unter Beweis gestellt wird, geht es hin­term Hori­zont tat­säch­lich wei­ter. Denn nur so kann eine zeit­na­he Regu­lie­rung im Sin­ne der Kun­den durch den Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rer ver­an­lasst wer­den.

 

Über die Hans John Versicherungsmakler GmbH

Die Hans John Ver­si­che­rungs­mak­ler GmbH aus Ham­burg bie­tet mit einem Kom­pe­tenz­team u. a. aus Voll­ju­ris­ten und Ver­si­che­rungs­kauf­leu­ten einen Voll­ser­vice in der Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht an – inklu­si­ve umfas­sen­der Betreu­ung im Scha­dens­fall. Die Hans John Ver­si­che­rungs­mak­ler GmbH ist seit Jah­ren einer der Markt­füh­rer in ihrem Seg­ment.

 

Ansprechpartner zu dieser Meldung

Ass. jur. Dr. Oli­ver Fröh­lich, LL.M.

E‑Mail: schaden@haftpflichtexperten.de